- Zeitlicher Ablauf
- Anfänger
- Fortgeschrittene
- Springunterricht
- Dressurunterricht
1. Zeitlicher Ablauf
Der Unterricht findet grundsätzlich spätnachmittags und am frühen Abend statt. Um ca. 16 Uhr werden alle Pferde in den Stall geholt und dort einzeln gefüttert. Täglich werden die Pferdeäpfel von den Ausläufen entfernt und die Futter- und Tränkeeinrichtungen überprüft, gesäubert und aufgefüllt. Im Stall werden dann die Hufe aller Pferde ausgekratzt und die Pferde geputzt. Jeder macht das, was er kann, oder bekommt Neues gezeigt. Zuerst finden die Longenstunden statt, dann die Einzel- bzw. Gruppenreitstunden. Danach werden alle gerittenen Pferde nochmals abgebürstet, alle Pferde gefüttert und danach im Sommer wieder in die Ausläufe entlassen. Im Winter bleiben die Pferde über Nacht im Stall und werden am frühen Morgen in die Paddocks gebracht. Wer wenig Zeit hat, kommt knapper und geht früher. Wer mehr Zeit hat, kann den ganzen Nachmittag und Abend mit den Pferden verbringen. Zu tun gibt es immer genug.
2. Anfänger
Möchten Sie endlich Ihren Traum vom Reiten-Lernen verwirklichen? Oder möchte Ihr Kind reiten lernen? Anfänger aller Altersstufen sind hier gut aufgehoben!
Die ersten Stunden werden Sie auf einem Pferd verbringen, das an der Longe geht, so dass Sie sich ganz auf die Bewegungen des Pferdes und auf Ihren Sitz konzentrieren können.
Später können Sie in Einzel- oder Gruppenstunden mitreiten. In der Abteilung geritten (das heißt einer hinter dem anderen her) wird selten. Sie werden bald an das selbständige Reiten herangeführt, natürlich mit Anleitung, Unterstützung und Korrektur durch Frau Zimmer. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, den korrekten Umgang mit Pferden zu lernen und bei der Versorgung mitzuhelfen. Nur das Füttern ist Chefsache, denn diesbezüglich sind Pferde besonders empfindlich.
3. Fortgeschrittene
Es hat noch nie jemand behauptet, dass das Reiten-lernen ein einfacher Weg wäre. Und dass man am Ziel angekommen ist, wer kann das jemals von sich behaupten…
Man kann immer noch besser werden und korrekter reiten. Oft schleichen sich Fehler oder Ungenauigkeiten ein, die einer Korrektur bedürfen. Frau Zimmer mit ihrem „Röntgen-Blick“ entgeht kein schief gehaltener Kopf, kein unzureichend belasteter Gesäßknochen, kein rollender Schenkel, keine mangelhafte Kreuzeinwirkung. Und die Pferde sind auch nicht alle ganz einfach. Mehrere haben schlimme Lebenswege hinter sich. So findet sich für Reiter jeden Kenntnisstandes ein Pferd, das die Möglichkeit bietet, an sich selbst und seinen Einwirkungen zu arbeiten.
4. Springunterricht
Guter Springunterricht hat nichts mit Höhe und Tempo zu tun! Vor allem geht es darum, flexibler im Sitz zu werden und auf zunächst ungewohnte Bewegungen des Pferdes reagieren zu können. Hilfsmittel dabei sind freilich Stangen auf dem Boden und kleine Hindernisse, aber die verbesserte Sattelfestigkeit wird sich auch in anderen Situationen positiv bemerkbar machen. Eine sichere Position des Reiters im Entlastungssitz und leichten Sitz sind z. B. auch für einen entspannten Ausritt nötig. Und auch für das Springen an sich lässt sich viel Technik, wie z. B. das Anreiten des Sprungs, das Taxieren, das Kontrollieren des Pferdes auch nach dem Sprung usw., mit wenig Höhe und in aller Ruhe üben. Als ehemalige Bayerische Vizemeisterin im Springen weiß Fr. Zimmer, worauf es ankommt! Die Pferde genießen sichtlich die Abwechslung – und selbst Reitern, die vor dem Springen früher Angst hatten, macht es Spaß!
5. Dressurunterricht
An letzter Stelle genannt, weil hier selbstverständlich: Jede Reitstunde ist dressurmäßige Arbeit! Aber hierbei geht es nicht um das Abspulen von Lektionen. Für eine sinnvolle Gymnastizierung allerdings, für ein Fit- und Beweglichhalten der Pferde, sind viele Lektionen, sinnvoll auf einander aufbauend, Mittel zum Zweck. Um Übungen und Lektionen richtig reiten zu können, muss der Reiter korrekt einwirken. Korrekte Einwirkungen wiederum sind nur möglich aus einem korrekten Sitz heraus. So stehen Sitzschulung und –korrektur, neben der Korrektur der Einwirkungen auf das Pferd, an erster Stelle. Die Pferde, ob jung oder alt, danken es mit Gesundheit und langer Einsatzfähigkeit.